09.07.2026

Kosten des Emissionshandelssystems für die Zementindustrie bis 2034

Mit der schrittweisen Abschaffung der kostenlosen Zuteilung von Emissionsrechten im Schweizer und europäischen Emissionshandelssystem (EHS) steigen die CO₂-Kosten für die Zementindustrie in den kommenden Jahren deutlich an. Im Auftrag von cemsuisse hat Polynomics die direkten Mehrkosten für den Erwerb von Emissionsrechten bis 2034 analysiert.

Die Studie zeigt, dass die Erwerbsquote für Emissionsrechte von rund 1.2 Prozent im Jahr 2026 auf 100 Prozent im Jahr 2034 ansteigt. Gleichzeitig bleiben die CO₂-Emissionen der Klinkerproduktion hoch, da rund zwei Drittel der Emissionen geogenen Ursprungs und damit prozessbedingt unvermeidbar sind. Ohne den breiten Einsatz von Carbon Capture and Storage (CCS), mit dem bis 2034 voraussichtlich noch nicht zu rechnen ist, müssen diese Emissionen vollständig durch Emissionsrechte gedeckt werden. Für die langfristige Vermeidung dieser Emissionen braucht es eine wettbewerbsfähige CCS-Wertschöpfungskette, bei der insbesondere die Transport- und Speicherkosten gesenkt werden müssen.

Auf Basis verschiedener Preisentwicklungen für Emissionsrechte werden die direkten EHS-Kosten für die Schweizer Zementindustrie bis 2034 auf insgesamt 753 bis 993 Millionen Franken geschätzt. Die Studie ordnet die Entwicklungen im Kontext des europäischen Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) sowie der schweizerischen Klimapolitik ein und zeigt auf, welche wirtschaftlichen Auswirkungen die schrittweise Abschaffung der Gratiszuteilung für eine emissionsintensive Grundstoffindustrie hat.
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